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am 24. August

Multimodalität - Schnell und flexibel im 10. Bezirk

Michaela Schmidt - Die Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel, die sogenannte Multimodalität, kann viel Zeit sparen und die Flexibiltät erhöhen. Denn man kann für die jeweilige (Teil-)strecke das geeignetste Verkehrsmittel verwenden und diese beliebig kombinieren. Voraussetzung dafür ist jedoch das entsprechende Angebot.

Die Stadt Wien ist für ihren gut ausgebauten öffentlichen Verkehr bekannt. Fast 40 % der Wege werden mit den Öffis zurückgelegt. Die geringen Kosten und das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz gelten als Gründe dafür, warum in Wien die Zahl an RadfahrerInnen, verglichen mit anderen europäischen Städten, weniger stark ansteigt (zumindest vor Corona).

Radfahren und Öffis müssen sich aber nicht gegenseitig ausschließen. Im Gegenteil: die Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsmittel, die sogenannte Multimodalität, kann viel Zeit sparen und die Flexibiltät erhöhen. Denn man kann für die jeweilige (Teil-)strecke das geeignetste Verkehrsmittel verwenden und diese beliebig kombinieren. Dies hilft in einer modernen Stadt, den Autoverkehr zu reduzieren, was sowohl aus Klimaschutzgründen als auch für die Lebensqualität von erheblicher Bedeutung ist.

Öffis verbessern

Multimodalität beginnt bereits bei der Verwendung unterschiedlicher Öffis, wie U-Bahn und Bus. Um das Umsteigen attraktiver zu machen, muss natürlich der Takt stimmen. Würde die U1 zumindest in den Stoßzeiten mit jedem Zug zur Endstation Oberlaa fahren, wären die Busse 17A, 68B, 70A und diverse Regionalbusse gleich besser angebunden. 

Car- und Bikesharing

Um ein breiteres Angebot für vielseitige Mobilität zu schaffen, bieten sich Car- oder Bikesharing an. Die Carsharing Möglichkeiten im 10. Bezirk sind derzeit leider nicht stark ausgebaut. Hier muss es vor allem in den äußeren Bezirksteilen, wie z.B. Rothneusiedl ein breiteres Angebot geben.  

Das Citybike hat es bis dato leider nicht nach Favoriten geschafft. Die Stadt Wien hat mit den Wiener Linien eine neue Betreiberin gefunden, die das bestehende Citybikemodell nicht nur übernehmen sondern auch ausbauen möchte. Wir nehmen die Wiener Linien hier beim Wort und fordern endlich Citybikes auch bei den U-Bahnstationen in Favoriten, z.B. beim Reumannplatz, am Verteilerkreis oder in Oberlaa. Gerade für die in der Nähe befindlichen Universitäts- und Schulstandorte, wie die CEU und den FH-Campus, wäre dies ein wirklicher Gewinn.

Gesamtlösung – mit Konzept

​Ein Beispiel wie Mulitmodalität funktioniert, zeigen die Wiener Linien mit den sogenannten WienMobil Stationen, die es derzeit nur an 3 Standorten, z.B. in Simmering, gibt. Diese kombinieren je nach Standort den öffentlichen Verkehr mit Bike- (sogar ein Lastenrad), Scooter-, Moped- oder Carsharing Stationen sowie Taxiständen. Für das eigene Fahrrad gibt es E-Ladestationen, Luftpumpen und Fahrradboxen. Den auch ein sicheres Verwahren des eigenen Fahrrades, gehört zu einem gut funktionierenden Multimodalitätskonzept dazu. So eine WienMobil Station können wir uns gerade für den 10. Bezirk gut vorstellen, z.B. am Verteilerkreis. Unkompliziert mit der U-Bahn erreichbar, könnte man von dort mittels Car-Sharing zu Geschäften in der Nähe von Wien fahren, oder mit dem geliehenen Rad einen Ausflug zum Liesingbach machen. 

Besonders einem Bezirk mit so viel gelebter Diversität wie Favoriten, würde ein breites Angebot an unterschiedlichen Mobilitätsformen sehr gut tun. 


​https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/wien/2061564-Gruener-Patschen.html​​​https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do/pageTypeId/66526/programId/4401236/channelId/-4400944​