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am 23. Jänner

Kein Busterminal am Verteilerkreis!

Wolfgang Erasmus Schöpp - Die BürgerInnenversammlung am 22. Jänner 2018 am FH-Campus war geprägt von einer äußerst konstruktiven Stimmung hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Verteilerkreises.

aktuelles Nutzungskonzept am Verteilerkreis, 2018

Nach einem einleitenden Statement des neuen Bezirksvorstehers Marcus Franz (SPÖ), in dem er sich nochmals nachdrücklich gegen den Busterminal am Verteilerkreis aussprach, gaben die zuständigen Magistratsabteilung (MA48), Wiener Linien und der Grundeigentümer ASFINAG einführende Informationen zum momentanen Stand am Verteilerkreis und etwaige geplante Zwischennutzungen.

Die ASFINAG, als Grundstückseigentümerin des Verteilerkreises, plant im östlichen Abschnitt eine „temporäre“, entgeltliche Parkfläche (ohne Fahrbahnbefestigung) für an die 200 PKW noch dieses Frühjahr umzusetzen. Die Ausfahrt soll bei der ehemaligen Werkstattausfahrt (Norden) sein, der geplante Zeitraum der Zwischennutzung wurde mit 2-3 Jahre angegeben (Kosten für ein Tagesticket ca. 5.- EUR). Diesen Plänen können wir Grüne Favoriten jedoch nichts Positives abgewinnen, da dies noch mehr Verkehr, Abgase und Lärm verursacht, denn auch eine sichere und (ampel-)geregelte Zu- und Abfahrten zum und vom Verteilerkreis ist zu gewährleisten.

Die Vertreter der ASFINAG betonen bereits ein Drittel der im Besitz der ASFINAG stehenden Fläche unentgeltlich der Stadt Wien (Wiener Linien) zur Nutzung zur Verfügung gestellt zu haben. Derzeit ist als Zwischennutzung geplant rd. 200 Parkplätze auf der Ostseite einzurichten (ohne Fahrbahnbefestigung), Sie betonen weiter für Verhandlungen mit dem Bezirk bzw. der Stadt Wien für ein Verwendungskonzept offen zu sein, jedoch müssen die finanziellen Interessen des Grundstückseigners Berücksichtigung finden.

 Nach den Vertretern der Stadt, Politik, den Wiener Lienen und Gastgebers (FH-Campus) waren die anwesenden FavoritnerInnen mit Fragen und ihren Vorstellungen für die Entwicklung des Verteilerkreises an der Reihe. Einstimmiger Tenor der Bevölkerung: mehr Bäume – weniger Verkehr!

 Die konstruktive Diskussion brachte auch hervor, was sich die anwesenden FavoritnerInnen für den Verteilerkreis wünschen: Keine Hochhäuser, kein Busbahnhof und viel Grün!

Von der Bezirkspolitik festgehalten soll der Baumbestand, welche im Zuge des U-Bahnbaus gefällt werden musste, (großteils) und wo möglich wieder hergestellt werden; an die 160 Bäume sind als Ersatzpflanzung vorgesehen​. Weitere Anliegen aus der Bevölkerung waren unter anderem: bessere Markierungen und barrierefreiere Zugang bei den Bushaltenstellen für FußgängerInnen; bessere sichtbare Markierungen der Radfahrstreifen.

 

Anbindung an das Umfeld

Der Bereich rund um den Verteilerkreis ist von einer starken Entwicklungsdynamik geprägt: Die FH Campus Wien wird zum drittgrößten Hochschulstandort in Wien erweitert und die Generali Arena wird ausgebaut. In ihrem Umfeld entstehen mit dem Projekt Viola Park rund 800 neue Wohnungen.

Eine wesentliche Frage ist, wie der Verteilerkreis und damit die U-Bahnstation von den Nutzungen im Umfeld insbesondere zu Fuß rasch und sicher erreicht werden können. In den bisherigen Leitbildern wurde daher vorgeschlagen, sowohl das Projektgebiet Viola Park, die Generali Arena, als auch das Gelände der FH Campus mittels Stegen an den Verteilerkreis anzubinden. Durch den weiteren Ausbau des FH-Campus zu einem Bildungsstandort lässt noch viele Möglichkeiten zu, die derzeit aber noch nicht planungs- und diskussionsreif auf dem Tisch liegen.​

Die Grünen Favoriten, so wie alle anderen politischen Fraktionen im Bezirk, standen mit ihren Ideen für den Verteilerkreis jedenfalls ganz auf der Seite der Bevölkerung. Oberste Priorität bei einer Weiterentwicklung des Verteilerkreises sei, dass der Bezirk vor allem einen ökologischen Mehrwert daraus ziehen kann. Das sei bei einem Busterminal klar nicht der Fall. Auch der Wunsch nach mehr Grünflächen, Bäumen und bessere Markierungen für FußgängerInnen an den bestehenden Bushaltestellen und U-Bahnbereich wurden als zentrale Anregungen an die Grundstückseigentümer und den Wiener Linien vorgebracht. Diese Ideen sollen bei der zukünftigen Planung in der entscheidenden Leitlinie mitgedacht und umgesetzt werden.

 

Wir bleiben auf alle Fälle an einer städtebaulich sinnvollen und ökologisch nachhaltigen Planung in Sinne und mit Einbindung der Favoritener Bevölkerung dran!