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am 5. August

Zu schmale Gehsteige

Michaela Szelesy - Die Fußgängerinnen und Fußgänger benötigen alle Platz! Dies haben wir vor allem während der ärgsten Corona-Krise bemerkt, bei der man mehr Abstand halten sollte. Aber jene Menschen, die viel zu Fuß in der Stadt unterwegs waren, sicher auch schon vorher.

Aber wo soll ich hin, wenn auf einem ca. 1 – 1,20 m breiten Gehsteig ein Elternteil mit einem Kinderwagen vor mir geht und mir eine gebrechliche Person  entgegen kommt? Wenn ich gesund und allein unterwegs, dann werde ich vermutlich:

  • entweder auf die Straße ausweichen, wenn auf dieser wenig Verkehr ist
  • oder mich zwischen die geparkten Autos stellen
  • oder mich auf dem Gehsteig irgendwie dünner machen und versuchen, dass wir alle aneinander vorbeikommen.

Klingt alles nicht ideal, oder? Und in diesem Szenario bin ich allein und bei guter Gesundheit. Wie ist das, wenn ich zum Beispiel:

  • ebenfalls einen Kinderwagen schiebe/mit einem Kleinkind unterwegs bin?
  • einen Gipsfuß habe
  • selbst gebrechlich bin

Jede Person ist im Laufe des Alltags einmal als Fußgängerin oder Fußgänger unterwegs. Trotzdem werden die Probleme und Bedürfnisse der FußgängerInnen nicht wirklich beachtet. Radinfrastruktur wird immer noch viel zu oft zu Lasten der Gehsteige errichtet und nimmt den FußgängerInnen noch mehr wertvollen Platz.

Deshalb fordern die Grünen Favoriten seit Jahren die Verbreiterung  bzw. die Vorziehung von Gehsteigen (durch den Bau von Gehsteigvorziehungen sogenannten “Ohrwaschln”)  wie zum Beispiel in der Keplergasse.

Wo dies möglich ist, fordern wir außerdem die Pflanzung von Bäumen, welche für die Fußgängerinnen und Fußgänger Schatten spenden.

Dies bietet nicht nur mehr Sicherheit und Platz für die schwächsten Verkehrsteilnehmer/innen, sondern auch noch Schatten und Wohlbefinden. So bringt man sicher mehr Leute dazu, zu Fuß zu gehen und senkt somit quasi doppelt den CO2-Ausstoß.