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am 28. Oktober 2020

Mehr Lebensqualität - Raum für die Menschen in Favoriten!

Michaela Schmidt - Wir fordern eine Umstellung von Schräg- auf Längsparkordnung, um mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs zu gewährleisten und den fließenden Verkehr gegenüber den abgestellten Autos zu bevorzugen!

Schrägparkplätze waren in den letzten Jahrzehnten eine gängige Lösung zur Bekämpfung der Parkplatznot. Auf Kosten von Gehsteig und Fahrbahn, aber auch der Sicherheit und Flüssigkeit des Verkehrs, werden sie in jenen Straßen errichtet, die dafür breit genug erscheinen. 

Hierbei werden ausschließlich die Bedürfnisse des motorisierten Individualverkehrs berücksichtigt, denn die Autos müssen ja auch irgendwo abgestellt werden. Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und sogar der öffentliche Verkehr bleiben bei dieser Betrachtung auf der Strecke.

Wie geht es Fußgänger*innen damit?

Wenn man zum Beispiel die Erlachgasse entlang geht, dann ist der Gehsteig zwischen Steudelgasse und Wilczekgasse ohnehin bereits ziemlich schmal. Dieser wird dann auch noch von schräg parkenden Fahrzeugen, die über die Gehsteigkante hinausragen, zusätzlich verkleinert. Vor allem da die Größe der Schrägparkplätze eindeutig aus einer Zeit stammt,   zu der die Fahrzeuge im Durchschnitt viel, viel kleiner dimensioniert waren, als heutzutage.

Auch wenn man den Gehsteig weiter Richtung Herndlgasse geht, kommt man immer wieder an schmale Stellen. Wie auch in der Humboldtgasse zwischen der Landgutgasse und der Raaber-Bahn-Gasse. Auch dort behindern Schrägparker die Fußgänger*innen, insbesondere Kinder aber auch Menschen im Rollstuhl, vor allem  beim sicheren Überqueren der Straße. Oft sind auf den Schrägparkplätzen SUV‘s und Lieferwägen abgestellt, die viel, viel höher sind, als ein PKW  und sogar als Erwachsener sieht man dann nicht über diese und kann so nicht erkennen, ob sich ein Fahrzeug nähert.

Wie sieht das bei Radfahrer*innen und dem öffentlichen Verkehr aus?

Ein sehr anschauliches Beispiel dafür, wie Schrägparkplätze den Radverkehr behindern, findet man im 10. Bezirk in der Troststraße. Hier gibt es von der Favoritenstraße mit dem Rad kommend zu Beginn noch einen Mehrzweckstreifen, der jedoch bereits nach wenigen Metern endet, da hier die Schrägparkplätze auf der rechten Seite der Straße anfangen. Fahrräder müssen auf der schmalen Fahrbahn weiterfahren. Regelmäßig überholen Autos ohne ausreichenden Seitenabstand. Wäre auf der Troststraße durchgehend Längs- statt Schrägparkordnung, gäbe es ausreichend Platz für Fahrradinfrastruktur.

Aus der Gegenrichtung kommend kann wiederum der 65A die Kreuzung Ettenreichgasse kaum queren, da die Fahrbahn aufgrund der Schrägparkplätze auf der einen, und dem Gegenverkehr auf der anderen Seite, zu schmal ist. 

Was wollen wir?

Wir fordern daher eine Umstellung von Schräg- auf Längsparkordnung, um mehr Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie die Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs zu gewährleisten und den fließenden Verkehr gegenüber den abgestellten Autos zu bevorzugen