Bezirke
X Schliessen

Navigation:
am 10. Dezember 2020

Tag der Menschenrechte

Michaela Schmidt - Am 10.12.1948 veröffentlichten die Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte in Paris. Erstmals in der Geschichte der Menschheit einigten sich die damals 56 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf Rechte, die für alle Menschen gleichermaßen gelten sollten.


Frauenrechte sind Menschenrechte


Diese Menschenrechte sichern z.B. das Recht auf  Freiheit und Nicht-Diskriminierung, aber auch das Recht auf Bildung und Mitgestaltung öffentlicher Angelegenheiten. Auch die Gleichberechtigung aller Menschen wurde verankert. Mit dem 10.12.2020, dem Tag der Menschenrechte, endet auch die Aktion „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Weltweit nutzten Frauenorganisationen diesen Zeitraum um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Mit diesem Datum soll deutlich gemacht werden, dass Frauenrechte Menschenrechte sind. Körperliche oder seelische Gewalt an Frauen ist daher immer eine Verletzung von Menschenrechten.

 

Diese Menschenrechtsverletzungen hängen eng mit dem Rollenbild zusammen, das Frauen in der Gesellschaft zugewiesen wird. Daraus ergeben sich noch ganz andere Formen der Menschenrechtsverletzung wie Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Der Einkommensunterschied rein aufgrund des Geschlechts (Gender Pay Gap) stellt eine ökonomische Benachteiligung von Frauen dar. Mädchen werden häufig beim Zugang zu Aus- und Fortbildung benachteiligt.  Später auch in ihren Karrierechancen im Beruf. Von einer Chancengleichheit sind wir hier leider noch weit entfernt.

 

Wien, Stadt der Menschenrechte


Seit Dezember 2014 positioniert sich Wien als Stadt der Menschenrechte und erklärt damit, Maßnahmen für die Förderung von Menschenrechten in allen Teilen der Gesellschaft zu setzen.

Diese Maßnahmen sind in der Wiener Charta des Zusammenlebens zusammengefasst. 

Leider ist Diskriminierung auch in Wien immer noch alltäglich. Es ist wissenschaftlich belegt, dass es für Menschen mit Migrationshintergrund schwieriger ist einen Job zu bekommen. Zudem erfahren diese Menschen teils schlechtere Behandlung durch ÄrztInnen. Es ist auch heute noch nicht selbstverständlich, dass homosexuelle Pärchen offen durch die Straße gehen können, ohne Hetze zu erleben. Menschen mit Behinderung wird häufig durch Barrieren die Teilnahme am öffentlichen Leben erschwert.

 

Durch die Art wie unser öffentlicher und nicht öffentlicher Raum ausgestaltet ist, werden viele Menschen unserer Gesellschaft ausgebremst. Dies passiert dabei aber nicht immer nur aus Boshaftigkeit, sondern einfach aus mangelndem Wissen, Verständnis und Einfühlungsvermögen. Daher ist es unglaublich wichtig, diese Themen so oft wie möglich in den Vordergrund zu stellen, um ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen. 

 

Menschenrechte im Bezirk


Auch auf Bezirksebene ist es wichtig, auf Menschenrechte zu achten und auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Im Sommer dieses Jahres wurde das Recht auf freie Meinungsäußerung und Demonstration leider beeinträchtigt, als eine friedliche Demonstration kurdischer Frauen von Rechtsradikalen (graue Wölfe aber auch österreichische Rechtsextreme) angegriffen wurde. Den Grünen Favoriten ist es sehr wichtig, dass diese Rechte geschützt und eingehalten werden.

 

Gleichzeitig ist es im Bezirk auch möglich, Menschenrechte zu fördern, wie z.B. in Form der Mitbestimmung und Beteiligung an öffentlichen Angelegenheiten. So konnten die Grünen Favoriten 2013 die jahrelange Forderung nach der Agenda 21 umsetzen. Dabei handelt es sich um ein lokales Aktionsprogramm, das es den Menschen in Wiener Bezirken ermöglicht, aktiv an der Gestaltung des Bezirks mitzuarbeiten. Mehr Informationen zur Agenda 21 findest du unter https://favoriten.gruene.at/themen/buerger-innenbeteiligung-und-demokratie/mehr-buergerinnenbeteiligung-im-10.

 
Menschenrechte zu fördern, egal ob weltweit, in Wien oder im Bezirk, muss bedeuten, dass jenen Menschen und Bevölkerungsgruppen Priorität eingeräumt wird, die traditionell besonders diskriminiert und benachteiligt sind: Frauen, Kinder, alte und kranke Menschen, LGBTIQ-Personen, Migrant_innen, Menschen mit Behinderung etc. Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus und Rechtsextremismus haben in der Stadt der Menschenrechte keinen Platz.​