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am 17. Februar

Schilderbürgerstreich im KinderGARTEN

Iris Hoheneder - Viele Eltern, deren Kinder im Bildungscampus Sonnwendviertel im Kindergarten oder in der Krippe sind, dürften sich in den letzten Wochen kurz gefreut haben. Gärtner*innen sind im Garten des Kindergartens und werkeln am Rasen, damit die Kids im Frühling wieder herumtollen können. Wenige Tage danach die bittere Enttäuschung. Die MA 10 der Stadt Wien hat einen Plastikrasen in Auftrag gegeben.

Kopfschütteln.

Mehr fällt mir dazu nicht im ersten Moment nicht ein. Die Elementarpädagog*innen des Campus  Sonnwendviertel sind das ganze Jahr über äußerst engagiert, um unseren Stadtkindern die Natur näher zu bringen. Sie organisieren wöchentliche Waldausflüge, thematisieren das Thema Wiederverwertung und Wegwerfgesellschaft, um den Kindern das Thema Natur und Umwelt glaubhaft zu vermitteln. Und dann kriegen die Kinder ein grün gefärbtes Stück Plastik um darauf zu spielen. Klar, der Rasen im Garten war die letzten Jahre immer wieder im Sommer in einem nicht optimalen Zustand – viel Sonne und viel bespielt. Fairerweise muss aber auch dazugesagt werden, dass der Untergrund schlecht ist und wenig Erde aufgeschüttet wurde. Und die Antwort auf dieses Problem kann sicherlich nicht ein Plastikrasen sein.

Trotzdem nicht fertig

Fakt ist, dass ich die Gärnter*innen jetzt schon zwei Mal wiedergesehen habe. Weil der Plastikrasen einfach nicht hält, Falten wirft. Der Plastikrasen wurde schon zwei Mal mit dicken Nägeln am Untergrund befestigt. Zum Teil ist der Rasen mit Kot unserer liebgewonnenen Hasen verunreinigt; das kann – im Gegensatz zum „echten“ Rasen und Boden – das Stück Plastik nicht aufnehmen. Kinder sehe ich leider im Moment nicht im Garten; geht ja auch nicht bei Falten im Rasen. Dazu kommt, dass Mikroplastik schlicht gesundheitsschädlich und biologisch nicht abbaubar ist.

Liebe MA 10, bitte bezieht dazu Stellung und lasst uns gemeinsam überlegen, wie der Garten des Kindergartens wieder ein Stück Natur für die Kinder werden kann! Der jetzige Zustand kann nicht bleiben!

In einem Antrag der kommende Sitzung des Bezirksparlaments am 04.03.2020 eingebracht wird, fordern wir die Errichtung eines "normalen", biologischen Rasens, auf dem die Kinder spielen können.