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am 28. September 2020

Alleinerziehende feiern sich – und wir feiern mit

Michaela Schmidt - Am 28.09.2020 ist der internationale Tag der Alleinerziehenden. An diesem Tag feiern sich die Alleinerzieher*innen am Platz für Menschenrechte selbst, weil sie sonst niemand feiert.

Am 28.09.2020 jährt sich der internationale Tag der Alleinerziehenden nun zum 2. Mal. 2019 wurde dieser in Berlin ausgerufen, heuer wird auch in Wien gefeiert. „Wir feiern uns selbst, weil uns sonst niemand feiert“, heißt es in der Einladung zum Fest für Alleinerziehende und ihre Kinder am Platz für Menschenrechte.

Alleinerziehend in Wien

In Wien gibt es fast 50.000 Alleinerziehende, davon 90% Frauen, die täglich den Balanceakt zwischen Beruf und Kindern alleine meistern. Zwischen Arbeit, Kinderbetreuung, Haushalt und Einkaufen bleibt kaum Zeit für Privatleben oder Freizeitbeschäftigungen. Zudem fehlt dafür auch einfach oft das Geld, denn 50% der Alleinerzieher*innen sind armutsgefährdet. Dennoch werden die spezifischen Herausforderungen von Alleinerzieher*innen selten öffentlich diskutiert oder bei politischen Entscheidungen berücksichtigt. 

Wir lassen Alleinerzieher*innen nicht im Stich

Alleinerziehende brauchen insbesondere in Krisenfällen wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit spezielle Unterstützungsangebote, wie z.B. Heimhilfen und Kinderbetreuung, die sie kurzfristig und unbürokratisch anfordern können. Durch den Ausbau der ganztägigen Schule sowie Maßnahmen zur gerechten Bezahlung von Frauen (Equal Pay), lässt sich das Armutsrisiko reduzieren und Beruf und Kinderbetreuung leichter vereinen. 

Was können wir in Favoriten tun?

Besonders wichtig ist hier die Schaffung von leistbarem Wohnraum und ein schneller Zugang zu Gemeinde- oder Genossenschaftswohnungen. Um die ganz normalen Alltagsherausforderungen zu erleichtern, brauchen vor allem Alleinerzieher*innen die Möglichkeit, alles, was man zum täglichen Leben braucht, in Fußnähe der Wohnung zu erreichen. Dazu zählen Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und Kindergärten, Kinderbetreuung, eine gute Anbindung zum öffentlichen Verkehr, aber auch ausreichend Grünflächen und Parks, idealerweise mit Parkbetreuung. In einigen Parks in Favoriten, wie z.B.  im  Helmut Zilk Park, ist diese Forderung von uns bereits umgesetzt worden. Aber es gibt noch einige weitere Parks im 10. Bezirk wo dies dringend nötig wäre.  All das, sowie auch sichere Schulwege und die Beruhigung des Verkehrs, würde sich positiv auf den Alltag von Alleinerzieher*innen auswirken.  

Dies sind einige unserer zentralen Forderungen, die wir im 10. Bezirk umsetzen wollen. Wir bleiben deshalb weiterhin an diesen Themen dran! Die Grünen Favoriten hoffen, dass sich die Alleinerzieher*innen zukünftig nicht nur selbst feiern müssen. Wir feiern auf jeden Fall mit ihnen!

Handbuch für Alleinerziehende