Langfristige Finanzierung von STOP

Ein Auge, in dem sich ein verängstigtes Mädchen hinter einer Faust spiegelt

Langfristige Finanzierung von STOP

Dank der Förderung durch Wolfgang Mückstein und das Sozialministerium kann das Gewaltpräventionsprojekt SToP – Stadtteile ohne Partnergewalt nun unter anderem in Favoriten gestartet werden. Nun ist es wichtig, eine langfristige Finanzierung über die Stadt Wien sicherzustellen.

EIN TRAURIGER REKORD

Zum Stichtag 15.9. gab es im Jahr 2021 in Österreich 38 Mordversuche bzw. schwere Gewalt an Frauen und 21 Frauenmorde (Femizide), die letzten 2 davon erneut in Favoriten. In Favoriten gab es dieses Jahr somit in Summe bereits 4 Femizide. Ein trauriger Rekord innerhalb von Wien, der zeigt, dass Präventions- und Aufklärungsarbeit auch im Bezirk aktiv unterstützt und gefördert werden muss. Genau hier setzt die Initiative SToP – Stadtteile ohne Partnergewalt an:

GEWALTPRÄVENTIONSPROJEKT STOP

Gewalt in Partnerschaften ist keine Privatsache – sie ist eine Menschenrechtsverletzung. Auch wenn das soziale Umfeld etwas ahnt – vielleicht sogar Ohren- oder Augenzeug*in von Gewalt wird – ist das Thema immer noch ein Tabu. Aus Scham, Angst und Unsicherheit wird viel zu oft darüber geschwiegen. Die Initiative „SToP“ zeigt auf, dass es Alternativen zur Ohnmacht und zum

Wegschauen gibt und erarbeitet im Stadtteil, wie Betroffene und ihr soziales Umfeld verändern können. SToP richtet sich dabei sowohl niederschwellig an Nachbar*innen, als auch an soziale Vereine und Gewerbetreibende, um die Sensibilisierung für die Ursachen von Gewalt, ihre Formen und vor allem das Aufzeigen von Unterstützungsmöglichkeiten so weit wie möglich zu verbreiten. 

StoP in Favoriten bzw. in ganz Wien

Durch die Förderung vom Sozialministerium kann das Gewaltpräventionsprojekt SToP – Stadtteile ohne Partnergewalt in Favoriten gestartet werden. Es ist ein wichtiger Schritt, dass das Projekt nun in Favoriten umgesetzt wird, jedoch ist eine langfristige Finanzierung des Projekts unumgänglich um diese wertvolle Arbeit fortführen zu können. Gerade eine derart komplexe Initiative, die auf kollektives Lernen und Sensibilisierung der Nachbarschaft abzielt, muss langfristig aufgebaut und gelebt werden können.

Die Stadt Wien, aber auch Bezirk, müssen daher ihrer Verantwortung nachkommen und für die langfristige Finanzierung des Projektes Mittel zur Verfügung stellen. Deshalb haben wir in der Bezirksvertretungssitzung am 13.10.2021 die langfristige Finanzierung von SToP – Stadtteile ohne Partnergewalt in Favoriten durch die Stadträtin für Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung und Frauen, Kathrin Gaal, beantragt.

Skip to content